Die Menschen, die wir am liebsten haben? Und wie findet jeder seine ideale Familie? Mit zwei Personen, oder 100. Welchen Risiken ist Familie heute ausgesetzt? Familie, so „fruehchenomi“ im Forum, „sind Leute, für die ich mitten in der Nacht aufstehen würde, mich anziehen und irgendwohin fahren, um sie aus einem Schlamassel zu holen oder sonstwie für sie da zu sein, weil sie mich brauchen. Die, mit denen wir die meiste Zeit verbringen? Gemeinsam unter einem Dach, oder über die ganze Welt verstreut. 3 wichtige Punkte zum Thema Familienformen: Frauen arbeiten gehen und Kinder und Karriere haben wollen. Die Herkunftsfamilie ist die Familie, in die wir hinein geboren werden. 9,90 Euro. Ziemlich viel für eine einzige Instanz. 2007. Familien, in denen das klappt, praktizieren ein authentisches Miteinander, das es jedem ermöglicht, seine Gefühle auszudrücken, und setzen sich immer wieder mit dieser Frage auseinander.“, Hier geht’s zum Thread mit allen Meinungen zum Thema „Was ist eigentlich Familie?“, Was Familienleben ausmacht und wie es gelingt. Das ist gut so, kann aber auch überfordern: Am besten sollen Frauen, Männer und alle anderen alles schaffen: Karriere, Kinder, schön und fit sein und die richtige „Work-Life-Balance“ hinkriegen. In reicheren Haushalten wird sie an (oft schlecht bezahlte) Pfleger_innen, Putzkräfte und Babysitter_innen ausgelagert – meist andere Frauen und Migrant_innen. Viele Menschen erleben Gewalt und Abwertung in ihrer Herkunftsfamilie. Davon abweichend versteht man unter einer „Familie von Mengen“ oder „Mengenfamilie“ teilweise eine Menge von Mengen (ein sogenanntes Mengensystem), oder eine Mengenfamilie Eigenschaften. Die Ansprüche und Wünsche haben sich also geändert. Und die sind, im Gegensatz zu den Ansichten über den Personenkreis, der Familie ausmacht, bei den meisten sehr ähnlich: Es geht um Werte wie Rückhalt und Schutz, Hilfe und Unterstützung, Zusammenhalt und Loyalität, Verlässlichkeit und Sicherheit. Sie kann, so Ochs, ein kinderloses Paar sein, das sich gegenseitig Sicherheit und Geborgenheit gibt, und ebenso die Großfamilie mit mehreren Generationen unter einem Dach, die laut Statistik nur 1 Prozent der deutschen Familienhaushalte ausmachen, aber beispielsweise „starshine“ für erstrebenswert hält, weil sie alle Probleme von „Kinderbetreuung, Vereinsamung, Geldbeschaffung, Haushalt“ lösen könnte. Trotz all der Vielfalt sind in vielen Familien die Rollen noch immer klar aufgeteilt: Für Sorgearbeit, das heißt die Fürsorge für Kinder, alte und kranke Menschen, sind Frauen zuständig. 13,90 Euro. Wie soll es einem Staat gehen, wenn seine kleinsten Zellen offenbar allerorten explodieren? Und genau das erwarte ich von meiner Familie auch.“ Akzeptanz und Toleranz, Vertrauen und Ehrlichkeit sowie Konfliktbereitschaft gehören für viele genauso zum Familienleben dazu wie Zeit miteinander zu verbringen, Spaß zu haben oder Probleme zu besprechen. Wie lebt es sich als Kind in einer Regenbogenfamilie. Da kann und darf es gar keine Stagnation geben, bestätigt Matthias Ochs: „Familie ist letztlich eine Art soziales Langzeitexperiment zu der Frage, wie können wir intime und nahe Bindungen so leben, dass es zu uns passt. Sind das die Menschen, die den gleichen Namen tragen wie wir? Sauerlaender. Ganz so dramatisch ist das eigentlich gar nicht, beschwichtigen Experten. Die Familie beruht im Wesentlichen auf Verwandtschaftsbeziehungen. Was aber macht eine Familie aus? Die Empirie zeigt aber, dass es nicht stimmt, dass nur die Kleinfamilie psychische Gesundheit ermöglicht. Die ursprüngliche Hauptfunktion der Familie, wirtschaftliche Sicherheit für einen gemeinsamen Hausstand zu gewährleisten, ist da längst in den Hintergrund gerückt. Kompliziert? 2010. Tatsächlich ist da nicht einmal die vermeintlich eindeutige Blutsverwandtschaft eine klare Sache, zeigte eine Umfrage im urbia-Forum: So hat „starshine“ festgestellt, dass ihren „Kindern Blutsverwandtschaft ziemlich egal ist. Frauen haben dadurch zum Beispiel ein höheres Armutsrisiko. Sie zählen Menschen zu ihrem engen Umfeld, die sich da wirklich aufhalten. Matthias Ochs, Rainer Orban: Familie geht auch anders: Wie Alleinerziehende, Scheidungskinder und Patchworkfamilien glücklich werden. Jeder braucht eine Form von Familie, um Mensch zu werden. Auch die schrumpfende Verbreitung des – ohnehin recht jungen – Ideals der Kernfamilie ist nicht hochdramatisch: 2010 waren laut Statistischem Bundesamt von den 8,1 Mio. Für die Gesellschaft übernimmt sie die Bindungsentwicklung, die Voraussetzung für soft skills.“ Denn im Schutz der Familie lernt man im Idealfall nicht nur sich selbst gut kennen, sondern auch, mit anderen auszukommen und mit den Anforderungen der Umwelt umzugehen. Viele Männer wollen ernsthafte und tiefe Beziehungen mit ihren Kindern aufbauen und die Zeit dafür haben. Selbst wenn nicht alle an einem Ort leben, lässt es sich gut Verbindung halten und zueinander kommen. Für eine erfolgreiche Familiengründung und ein glückliches Familienleben gilt es in jedem Falle, sich sehr bewusst zu machen, was zu einem passt, sagt Matthias Ochs: „Es geht um die Selbsterkenntnis, was man braucht und aushalten kann, ob man zum Beispiel große bunte Vielfalt will oder nur eine kleine Einheit erträgt. Und dass Veränderungen rund um Familie beinahe panikartige Ängste auslösen – nicht nur beim Einzelnen, sondern in der ganzen Gesellschaft: Wie soll denn Familie ihre vielen Funktionen erfüllen, wenn sich immer mehr Leute scheiden lassen, es immer weniger Vater-Mutter-Kind-Kernfamilien gibt, wenn Frau und Mann als Mutter und Vater kontinuierlich um neue Rollenbilder kämpfen? Die traditionellen Geschlechterrollen haben auch materielle Folgen: Es sind meistens Frauen, die nur Teilzeit arbeiten und den Großteil der Sorgearbeit machen. Auch wenn man biologische Verwandtschaft nicht lebt, ist man dem ursprünglichen Familiensystem auf eine gewisse Weise immer verbunden, das sollte man für sich geklärt haben.“ Hier spielt hinein, was „loewe-83“ unter Herkunftsfamilie mit Eltern und Geschwistern versteht… 14,90 Euro. Carl-Auer. Am besten sollen Frauen, Männer und alle anderen alles schaffen: Karriere, Kinder, schön und fit sein und die richtige „Work-Life-Balance“ hinkriegen. Zusammengehörigkeitsgefühl aneinander bindet.“, Legitim sind viele Sichtweisen. Diese Familienform nennt man auch. Schon im alten China gab es viele Scheidungen“, relativiert Dr. Ochs dieses Gespenst. Familie ist stets einzigartig und äußerst vielschichtig. Leute, die wir uns als unsere Familie aussuchen und solche, die wir halt haben. Viele Männer wollen ernsthafte und tiefe Beziehungen mit ihren Kindern aufbauen und die Zeit dafür haben. Gleichzeitig ist es heute selbstverständlich, dass Frauen arbeiten gehen und Kinder und Karriere haben wollen. Was wir darunter verstehen und wen wir dazuzählen, ist allerdings kaum auf einen Nenner zu bringen: „Eine allgemeingültige Definition von Familie ist fast unmöglich, es kommt immer darauf an, aus welchem Blickwinkel man sie betrachtet“, sagt der psychologische Psychotherapeut und systemische Familientherapeut Dr. Matthias Ochs von der Universitätsklinik Heidelberg. Kennzeichen der Familie ist das Zusammenleben sowie oftmals eine tiefe emotionale Bindung. ): Alles, was Familie ist. Familien mit insgesamt 14,6 Mio. Schwarzkopf & Schwarzkopf. Hier ein Überblick über die wichtigsten Familienformen: Für uns ist klar: All diese Familien sind gut und richtig und müssen unterstützt werden! Die Bedeutung der Familie wächst, für die meisten Deutschen ist sie sogar das höchste Gut überhaupt, sagen Erhebungen. Was bedeutet sie für jeden Einzelnen und die Gesellschaft? Es gibt ganz unterschiedliche Familien, mit vielen Kindern, mit vielen Eltern, oder genau das Gegenteil. Hier den eigenen Weg zu gehen und eigene Prioritäten setzen ist eine schwierige Aufgabe. Manche Menschen bekommen mit einer Person ein Kind, mit der sie keine Liebesbeziehung haben. Sie sieht Familie als „ein emotionales und soziales Netzwerk“. Die Familie steht in vielen Ländern unter dem besonderen Schutz des Staates. ISBN-13: 978-3896027443. Micha Schulze, Christian Scheuß (Hrsg. Im Video „Meine Regenbogenfamilie“ stellt sich eine Regenbogenfamilie vor. „Trotzdem wird oft gewertet, dass nur die Kleinfamilie gut ist und die anderen Formen ein bisschen schlecht sind. Es kommt nicht auf die Form an sich an, sondern wie sie gelebt wird und auf die Rahmenbedingungen.“ Ob also beispielsweise Patchwork als eine Bereicherung durch Bonusangehörige empfunden wird, wie der Familientherapeut Jesper Juul als Möglichkeit aufzeigt, oder ob sie zum Scheitern verurteilt ist, wovon die Journalistin Melanie Mühl in „Die Patchwork-Lüge“ ausgeht, hängt eben davon ab, wie es den Beteiligten gelingt, ihr Zusammenleben zu gestalten. Familie ist zunächst eine Gruppe von Menschen, die irgendwie zusammengehören. Neue Medien: Eltern profitieren von ihren Kindern. „Wichtig sind Konzepte, die kein starres Befolgen von Vorgaben verlangen, sondern mit denen man sich auseinander setzen kann“, rät Ochs. Die, die uns am besten kennen, also vielleicht auch enge Freunde? Gefühle sind auch für „lavie“ entscheidend: „Für mich ist eine Familie eine Gruppe von Menschen, die ein starkes gegenseitiges (!) Oder wie „jettekul“ es nennt: Familie „sind die Menschen, die einen erden und die einem hoffentlich auch Flügel geben.“. Alexander Maxeiner, Anke Kuhl: Alles Familie! ISBN-13: 978-3941411296. Dass sie dadurch wenig Zeit für Kinder und Beziehungen haben, müssen sie in Kauf nehmen. Und selbst dass sich der Anteil an „alternativen“ Lebensformen in wenigen Jahren verdoppelt hat, ist nicht zwingend Grund zur Sorge: „Familienformen sind immer von den sozioökonomischen Rahmenbedingungen abhängig“, erklärt Dr. Ochs. Diese Familienform nennt man auch Co-Elternschaft. 2010. Das Modell Vater-Mutter-Kind ist dabei jedenfalls nur eins aus vielen. Das große Buch der Familien. Zum anderen ist nicht jede tatsächliche Veränderung per se schlecht: Zur Herausforderung, „dass heute zum Teil sehr große Entfernungen zwischen einzelnen Familienmitgliedern liegen“, wie „jindabyne“ anführt, nennt der Mikrosoziologe Prof. Dr. Hans Bertram von der Humboldt-Universität Berlin als Gegengewicht, dass auch die Mobilität heute eine andere ist. Für die einen ist sie der Fels in der Brandung, für den nächsten der Nagel zum Sarg: die Familie. Allerdings sollte man die biologische Ebene nicht unterschätzen, meint Dr. Ochs: „Die ist psychologisch eine wichtige Komponente und sollte Gewicht bekommen. 2011. ISBN-13: 978-3794173112. Manchmal kommt auch ein Mensch aus einer Liebesbeziehung als Elternteil hinzu, so dass es nicht nur zwei, sondern drei Co-Elternteile gibt. Die Ahnen, der Nachwuchs, der Partner, seine Anverwandten? ISBN-13: 978-3896706553. Zum einen stellen nicht alle Entwicklungen wirklich gravierende Neuerungen dar. Und trotzdem besser, als keine Wahl zu haben! Klett Kinderbuch Verlag. Die neue Vielfalt: Patchwork-, Wahl- und Regenbogenfamilien. 14,95 Euro. Vielleicht so: Kinder, die mit nur einem Elternteil aufwachsen; Familien mit adoptierten Kindern; Jugendliche, die mit Sozialarbeiter_innen zusammenwohnen; schwule und lesbische Eltern; Freund_innen, die gemeinsam ein Kind groß ziehen… Mary Hoffman: Du gehörst dazu. Und es geht um die Reflektion alter Muster aus der Ursprungsfamilie, um eine Bewusstwerdung, welche Werte für einen selbst wichtig sind, darum, eigene Entscheidungen zu treffen.“ Dafür sollte man sich Zeit nehmen und auf Toleranz und Kompromisse zwischen den Familienkulturen der Partner achten. Man sollte die Macken der anderen kennen und ertragen, jeder sollte so angenommen werden wie er ist, und wenn man angegriffen wird, sollte der Familiengeist über allen Uneinigkeiten stehen, lauten weitere Anforderungspunkte. „Wenn man den Blick dafür weitet, ist es sinnvoll, Formen zu finden, die dem aktuellen gesellschaftlichen Kontext von Mobilität, Flexibilität und dem Selbstverwirklichungsdruck gerecht werden.“ An etwas Bekanntem nur festzuhalten, weil es scheinbar Sicherheit und Stabilität bietet, birgt eher Gefahr: „Wenn traditionelle Werte nicht mehr funktionieren, kann es krank machen, wenn man darin verharrt“, warnt der Psychologe. Und noch einen Vorteil haben wir heute: Wir werden recht alt, und das ermöglicht mehreren Generationen viel mehr Lebenszeit miteinander als früher. Männer sollen das Geld für die ganze Familie verdienen. Durch biologische Verwandtschaft, Heirat, oder frei gewählt. (minderjährigen) Kindern in Deutschland immerhin noch 72 Prozent Ehegemeinschaften. Heute versteht man gerade in westlichen Ländern oftmals den Zusammenschluss von Erziehungsberechtigten und den dazugehörigen Kindern als Familie. Hier geht es darum, was Familienformen sind, welche Familienformen es gibt und wie Geschlechterrollen in Familien häufig verteilt sind. „Konzepte und Wertvorstellungen, an denen man sich reiben und in diesem Prozess selbst finden kann.“ Wirklich enden wird der nie, wie „lavie“ auch in die Forumsdiskussion einbrachte: Familie sei ein offenes System, immer im Wandel, abhängig von den aktuellen Lebenssituationen, denn jeder Mensch ändert und entwickelt sich, damit seine Vorstellungen von Familie, und auch Gefühle und Bindungen können sich natürlich ändern. Familie (von lateinisch familia „Gesinde“, „Gesamtheit der Dienerschaft“, einer Kollektivbildung von famulus „Diener“ ) bezeichnet soziologisch eine durch Partnerschaft, Heirat, Lebenspartnerschaft, Adoption oder Abstammung begründete Lebensgemeinschaft, meist aus Eltern oder Erziehungsberechtigten sowie Kindern bestehend, gelegentlich durch weitere, mitunter auch im selben Haushalt lebende Verwandte oder Lebensgefährten erweitert. „Familie wird enorm mit Sehnsüchten und Erwartungen aufgeladen“, weiß Matthias Ochs. Kein Wunder, dass Familie „oft auch voll von Enttäuschungen und Verletzungen“ ist, wie „jindabyne“ schreibt. Trennungen, Entfernungen, Rollenbilderwechsel: Steht es schlecht um die Familie? Wer bin ich und wo komme ich her.“ Familie ist einer der wichtigsten Bereiche des Menschen, sagt Ochs deshalb: „Die ganze Sozialisation findet in der Regel in der Familie statt. Außerdem, bringt „erstausstattung“ kontra „Blut ist dicker als Wasser“ ein, sind Adoptiv- und Pflegekinder ebenfalls vollwertige Familienmitglieder. Wer dabei Orientierung sucht, hat die Wahl zwischen Angeboten aller möglichen Experten wie Psychologen oder Pädagogen, von Politik und Kirche und natürlich von Verwandten und Freunden. Vom Kind der neuen Freundin vom Bruder von Papas früherer Frau und anderen Verwandten. Auch wenn man biologische Verwandtschaft nicht lebt, ist man dem ursprünglichen Familiensystem auf eine gewisse Weise immer verbunden, das sollte man für sich geklärt haben.“ Hier spielt hinein, was „loewe-83“ unter Herkunftsfamilie mit Eltern und Geschwistern versteht: „Ich sehe dies als Stamm des Lebens. Nur weil einer gemeinsame Gene hat, gehört er emotional noch lange nicht zur Familie.“ „karna.dalilah“ berichtet, dass ihr „Familienkreis sich […] vorrangig aus sozialen Familienmitgliedern zusammensetzt, die allerdings fehlende biologische Familienmitglieder ersetzen“ und dass dies viel besser funktioniert als mit der Verwandtschaft. 19 Prozent waren Alleinerziehende, 9 Prozent Lebensgemeinschaften mit Kindern. „Es war schon immer und überall so, dass Familien zusammenkamen und sich trennten.